Verkehrssituation rund um Alpen: Frederik Paul fordert bessere Baustellenkoordination durch Straßen.NRW

Alpen. Der CDU-Fraktionsvorsitzende im Rat der Gemeinde Alpen und Landtagskandidat für den Wahlkreis Wesel II, Frederik Paul, kritisiert die mangelnde Abstimmung der derzeitigen und angekündigten Verkehrsmaßnahmen in Alpen und der Region. Insbesondere Straßen.NRW sieht Paul bei der Koordination regional und überregional wirkender Straßenbaumaßnahmen stärker in der Verantwortung.

Mehrere parallele Baustellen und Sperrungen sorgen derzeit dafür, dass wichtige Verkehrsachsen gleichzeitig eingeschränkt sind. Neben der Teilsperrung der Rheinbrücke Wesel ist auch der Bahnverkehr auf der LinieRB31 erheblich beeinträchtigt. Aufgrund von Bauarbeiten ist die Strecke bis voraussichtlich Ende November 2026 gesperrt. Zwischen Alpen und Moers beziehungsweise Xanten ist deshalb ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Gleichzeitig ist die B57 zwischen Birten und Alpen aufgrund umfangreicher Sanierungsarbeiten gesperrt.

Ab dem 31. August kommt im Bereich Winnenthaler-Straße/Dickstraße eine weitere Baumaßnahme hinzu. Für Paul zeigt die zeitliche Überschneidung der verschiedenen Projekte ein grundsätzliches Problem: „Dass an unserer Infrastruktur gebaut und investiert wird, ist richtig und notwendig. Aber für die Menschen ist kaum nachvollziehbar, wenn mehrere wichtige Verkehrsverbindungen gleichzeitig von Baumaßnahmen betroffen sind. Hier erwarte ich insbesondere von Straßen.NRW eine vorausschauendere Abstimmung mit den weiteren Beteiligten. “Hinzu komme, dass die Einschränkungen längst nicht nur den Straßenverkehr beträfen. Wegen der Bauarbeiten auf der RB31 sind viele Pendler auf den Schienenersatzverkehr angewiesen, der wiederum durch das bestehende Straßennetz geführt werden muss. „Straßen- und Schienenbaumaßnahmen können nicht getrennt voneinander betrachtet werden. Wenn an mehreren zentralen Stellen gleichzeitig gebaut wird, müssen die Auswirkungen auf die gesamte Mobilität in der Region vorher mitgedacht werden. Die Menschen müssen zur Arbeit, Unternehmen müssen erreichbar bleiben und Pendler brauchen verlässliche Verbindungen.“

Paul fordert deshalb eine bessere Abstimmung zwischen den unterschiedlichen Straßenbaulastträgern und zuständigen Stellen. Straßen.NRW komme dabei aufgrund seiner Verantwortung für wichtige Verkehrsachsen eine besondere Rolle zu. „Es reicht nicht, jede einzelne Baustelle für sich zu betrachten. Entscheidend ist, was die Summe der Maßnahmen für eine Region bedeutet. Genau diese übergreifende Koordination muss deutlich besser werden.“

Konkret regt Paul deshalb eine regelmäßige regionale Baustellenkoordination unter maßgeblicher Beteiligung von Straßen.NRW für Maßnahmen an, die über einzelne Kommunen hinaus Auswirkungen auf den Verkehr haben. Einbezogen werden sollten die betroffenen Kommunen, der Kreis Wesel, die Deutsche Bahn und – soweit Autobahnen betroffen sind – auch die Autobahn GmbH. „Wir brauchen einen festen und frühzeitigen Austausch über größere Infrastrukturmaßnahmen. Straßen.NRW sollte hier stärker koordinierend wirken und gemeinsam mit den anderen Beteiligten dafür sorgen, dass Zeitpläne und Auswirkungen aufeinander abgestimmt werden“, so Paul.

Dabei gehe es ausdrücklich nicht darum, notwendige Investitionen zu verhindern oder aufzuschieben. „Wir brauchen Investitionen in Straßen, Brücken und Schienen. Gerade deshalb müssen diese Maßnahmen vernünftig miteinander koordiniert werden. Die derzeitige Situation rund um Alpen zeigt, dass wir bei der Abstimmung regional und überregional wirkender Infrastrukturmaßnahmen besser werden müssen. Hier sehe ich Straßen.NRW besonders in der Verantwortung.“

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